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"Für eine Kiste Bier spielen wir auch bei dir!"

Sprachrohr: Bruder Skupin

Sprachrohr:
Bruder Skupin

Ein Stein

2005-01-27, 18:16:08

Ein heiterer Wind streicht über die Landschaft. Er durchfährt Bäume, Sträuche und auch das Haar eines in Vergessenheit geratenen Rentners. Ich, der alte Mann, fliehe in das Gasthaus in meinem Dorf. Ich hasse diese Umgebung. Ich sehe mich um, starre einer dieser Kreaturen an, und schon fühlt sie sich verpflichtet mit mir einige Wichtigkeiten zu besprechen. Und so schlürft, oder besser kriecht sie auf ihrer Gesprächsgier auf mich zu, und begrüsst mich mit: Gegrüsst seist du, Nachbar. Ich gebe ihr zu verstehen, dass ich keine Nachbarn habe, doch diese wiederum versteht dies natürlich als Scherz. Als wäre ich bekannt dafür ein Witzbold zu sein. Also drücke ich mich klarer aus und sage: Geh zu den andern und besprich mit ihnen deine Wichtigkeiten. Mein Bewusstsein verlässt meinen Körper. 
 
Ich finde mich wieder in meiner Höhle, in meinem Haus, ja sogar zu Hause. Ein Stein bohrt sich durch meinen Nacken, und die Zurechnungsfähigkeit steht unmittelbar vor mir. Auf dem Stein befindet sich eine Botschaft oder eher eine Eitelkeit:  
 
Mein name ist der 
der mir gegeben wurde 
bevor ich wusste wer ich bin. 
Alle um mich herum wussten, das ist er. 
Verdammt sei ich, der ich war, Aug unter Kinn. 
 
Ich möchte viele Länder sehen 
ich will sehen was ich zerstöre 
ich habe mich durch die Geburt selbst verschuldet. 
Und die Schuld harrt aus, sie harrt, hasst 
sie harrt, überholt, harrt aus, überrundet. 
 

 
Der Wind weht weiter und bringt jetzt warme Luft von einem Kontinent.  
Wer riecht den Duft - den Gestank des Hungers? 
 
Vergesst nicht, 
 
Der Wind 
 
 
 

 

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